Gedanken zum Schuljahresbeginn


Als wir uns vor sechs Wochen in der Aula in Dippoldiswalde verabschiedeten, habe ich euch für die Ferien eine kleine Hausaufgabe gegeben. Ihr erinnert euch, die Geschichte mit den großen und kleinen Steinen.
Unsere Altenberger Schüler hatten Glück. Da ich erst etwas spät zur Abschlussveranstaltung gekommen bin, ist mir die HA "weggerutscht". Aus diesem Grund, hier noch einmal für alle:

Die folgende Geschichte soll sich in etwa so zugetragen haben.

Ein alter Professor der französischen Schule für Verwaltung hatte die Aufgabe, vor einer Gruppe von Chefs großer amerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über sinnvolle Zeitplanung zu halten. Er zeigte ihnen ein Glasgefäß, gefüllt mit großen Kieselsteinen und stellte die Frage "Ist das Gefäß voll?". Die meisten antworteten mit "Ja.". Dann füllte er kleinere Steine und Sand dazwischen und wiederholte seine Frage. Nachdem der Professor noch reichlich Wasser in das Glasgefäß geschüttet hatte, sagte er: "Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?". Die Antwort eines Zuhörers lautete: "Selbst wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon bis zum Rand voll ist, wenn wir es wirklich wollen, immer noch ein Termin oder andere Dinge eingeschoben werden können.". "Nein" antwortete der Professor. "Wenn wir die großen Kieselsteine nicht als erstes hinein legen, werden Sie später niemals alle hinein passen.".


Liebe Schüler,

wirklich wichtig ist, dass man die großen Kieselsteine an die erste Stelle setzt - im Leben, in einem neuen Schuljahr, genauso, wie im Alltag. Wenn nicht, läuft man Gefahr, seine Ziele nicht zu erreichen. Wenn man zuallererst auf Kleinigkeiten achtet, die kleinen Steine, den Sand, dann verbringt man seine Zeit mit diesen Kleinigkeiten und hat nicht mehr den Blick, die Kraft und eben auch die Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.

Wie eure Kieselsteine heißen, wie groß sie wirklich sind, wie sie aussehen, welchen Platz sie im Glas haben, all das müsst ihr selbst entscheiden.

Das ist eure Hausaufgabe, eure Aufgabe überhaupt. Denkt mal darüber nach und fragt, wenn nötig eure Eltern.

Wir, alle Lehrer und Mitarbeiter eurer Schule, helfen euch bei der Auswahl eurer großen und kleineren Steine sehr gern.

In diesem Sinne wünsche ich euch und unserer Schulgemeinschaft, allen Lehrern und technischen Mitarbeitern, allen Eltern, Freunden und Partnern des "Glückauf"-Gymnasiums Dippoldiswalde/Altenberg ein erfolgreiches Schuljahr 2012/13.

"Glück Auf!"
Ihr/Euer Schulleiter Volker Hegewald

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