Schule trifft auf Wissenschaft am HDZR


Am 06.11.19 besuchten die Fachlehrer BIO/CH unseres Gymnasiums das Helmholtz Zentrum Dresden/Rossendorf (HDZR), um sich über aktuelle Forschungen im Bereich der Ressourcenökologie zu informieren. Eine ehemalige Schülerin, Dr. Andrea Cherkouk leitet dort ein Team von Wissenschaftlern, die an der nachhaltigen Entsorgung von nuklearen Abfällen forschen. Sie führte uns an diesem Nachmittag durch Theorie und Praxis ihrer Forschungsschwerpunkte . Beeindruckend war die Tatsache, dass halophile Mikroorganismen wie z.B. das Halobacterium horicence oder das Brachyobacterium genutzt werden, um die Wechselwirkung von nuklearen Abfällen in wässrigen Systemen, in Gesteinen und in Böden zu analysieren. Methoden der Spektroskopie und Mikrokosmosexperimente helfen bei der Entwicklung von Modellen. Ergebnisse aus dieser Forschung sind wichtig für das Auffinden geeigneter Standorte zur nachhaltigen Lagerung von nuklearen Abfällen in Deutschland oder helfen bei der Aufarbeitung von uranbelasteten Böden z. B. im Westerzgebirge.

Wir erlebten eine leidenschaftliche Wissenschaftlerin. Für uns war viel Neues dabei. Einige von uns konnten sich gut in die Lage eines Schülers versetzen, der zum ersten Mal im Unterricht komplizierte Sachverhalte hört. Eines ist uns jedoch wieder bewusst geworden, die Grundlagen zur Mikroskopie, zum Aufbau von Bakterien und Pilzen, zur Genetik, zu Redoxpotenzialen, der Erstellung von Messreihen sowie deren grafische Auswertung vermitteln wir in unserem naturwissenschaftlichen Fachunterricht. Forschen heißt fragen, um Probleme der Zukunft lösen zu können. Wir müssen den Forschergeist unserer Schüler wecken und erhalten.

P. Bernhardt [Fachleiterin]
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