Mountainbiker im Trainingslager - 1168km Radfahren, 20302 Höhenmeter, 33h Unterricht,


...diesmal nach Spanien, Großraum Barcelona. Dort angekommen, ging es am ersten Tag direkt zum Streckentraining, denn in Banyoles fand der erste Junioren Welt Cup der Saison für unsere U19 Fahrer statt. David Philippi, Johan Bundschuh und Paul Irmscher gingen mit 180 weiteren Fahrern an die Startlinie und beendeten das Rennen nach 80 Minuten zum Teil erfolgreich.
Aber von wegen Ruhetag nach dem Rennen. Am Tag danach ging es direkt aufs Rennrad, um die ersten 80 Kilometer zu sammeln. Da unser Hotel direkt an der Küste lag, mussten wir, um ins Hinterland zu kommen erst einmal eine kleine Gebirgskette überqueren. Am ersten Tag stellten sich uns noch "große Berge" in den Weg, bis sie dann von anderen Berge, z.T. 1700m hoch, in den Schatten gestellt wurden und nur noch wie kleine Hügel erschienen.
Da unsere Wettkämpfe sehr viel Schnelligkeit erfordern, konnten wir natürlich nicht nur an möglichst viele Kilometer denken, sondern mussten auch kürzere, intensivere Einheiten absolvieren. Wie zum Beispiel einen Berg in zehn Minuten schnellstmöglich hoch zu fahren, bis man völlig k.o. oben ankommt.Außerdem fuhren wir auch einige Einheiten mit dem Mountainbike im Gelände. Dabei stellte sich heraus, dass Spanien ein kleines Paradies mit knackigen Anstiegen und spektakulären Abfahrten ist.Ab und zu hatten wir auch selbstverständlich kleine Pausen. Als wir einen verdienten Ruhetag hatten, bekamen wir die Chance uns Barcelona anzuschauen. Die facettenreiche Stadt hat einiges zu bieten, jeder Stadtteil war auf seine einzigartige Art besonders.
Wie es sich für ein Trainingslager gehört brauchten wir noch eine Königsetappe um zufrieden nach Hause fahren zu können. Am elften Trainingstag war es soweit: aber wir merkten schon nach einigen Kilometern, dass dieser Tag sich als Herausforderung gestalten würde. Man hat versucht Energie zu sparen, um die Beine nicht noch weiter zu belasten. Am Ende wurden es ganze 180 Kilometer und rund dreitausend Höhenmeter, wobei wir die meisten Höhenmeter an drei großen Bergen sammelten. Bei der großen Höhe der Berge kam es an den Gipfeln fast zu Minusgraden. Einer der Berge beinhaltete nach dem Erzwingen eine halbstündige Abfahrt, absolute Spitze, mit Maximaltempo 75km/h bergab.
Als wir nach der siebenstündigen Fahrt im Hotel ankamen, geduscht hatten, richteten sich unsere Gedanken und auch unser Blick nur noch direkt auf das phantastische Abendbuffet. Nach einem üppigen Abendessen konnten wir anschließend ausruhen.
Mit insgesamt 1168 Fahrkilometern und 20302 Höhenmetern schlossen wir das Trainingslager mit vollem Wohlbefinden ab. Mit Optimismus können wir nun in die kommende Saison starten.


MTB-Team Altenberg, Per George, Fotos: Jens Böttner Stützpunkttrainer


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